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Samen Maier Blog

Diese 7 Kräuter dürfen in keinem Garten fehlen

verfasst von Samen Maier am 21. Mai 2024
in Mai, Samen Maier

Sie machen deinen Speisen aromatischer, helfen bei Erkältungen, sind vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen, ernähren mit ihren Blüten nützliche Insekten und das Beste: du findest in jeder Ecke einen Platz. Für ihren Anbau brauchst du nicht mal einen Garten, auch am Balkon oder sogar auf der Fensterbank gedeihen sie wunderbar. Erfahre im Beitrag, wie du die sieben wichtigsten Küchenkräuter erfolgreich anbaust – und das, trotz mancher Eigenheiten und besonderer Ansprüche.

Schnittlauch geht immer

Beginnen wir mit dem einfachsten aller Kräuter. Denn Schnittlauch klappt immer und macht auch bei der Ernte und Verwertung kaum Mühe.

Schnittlauch gehört zur Familie der Zwiebelgewächse und ist damit nahe verwandt mit Zwiebeln, Knoblauch, Schalotten und Lauch. Anders als seine „Angehörigen“ bildet er jedoch keine Zwiebel oder Schäfte, sondern zahlreiche, dünne, röhrenförmige Blätter. 

Die Aussaat von Schnittlauch ist ganzjährig möglich: im Freien, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist und in Räumen auch im Winter. Säe die Schnittlauchsamen in Reihen ins Beet oder einen Blumenkasten. Auch die Aussaat in Töpfen ist möglich. Säe die Samen etwas dichter aus, denn besonders im ersten Jahr bildet der Schnittlauch nur feine Halme.

Nach 2-3 Monaten sind die ersten Schnittlauchblätter bereit zur Ernte. Schneide sie mit einem scharfen Messer oder einer Schere etwa 5-7 cm über dem Boden/der Erde ab. Der Schnittlauch treibt wieder zügig nach. Mit der Zeit verzweigt sich der Schnittlauch und wächst buschiger und dichter. Der Schnitt unterstützt ihn sogar dabei. Schneide im ersten Jahr aber nicht zu oft, damit du die junge Pflanze nicht schwächst.

Schnittlauch entwickelt violette, essbare Blüten. Verwende sie als attraktive Deko für den Salat.

Schnittlauch ist mehrjährig, treibt also Jahr für Jahr wieder aus. Verwende ihn roh, gekocht verliert er viel von seinem Aroma.

Petersilie kommt wann sie will

Ganz so ist es zwar nicht, aber die Petersilie gilt allgemein als schwierig im Anbau. Und tatsächlich braucht sie lange, bis sie keimt – es vergehen schon mal 3-4 Wochen, bis die ersten, zarten Blättchen sichtbar werden. 

Starte mit dem Säen ab Ende Februar, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist. Bei der Aussaat bis Mai/Juni erzielst du noch im selben Jahr eine schöne Ernte, spätere Aussaaten liefern dir im Folgejahr ausreichend Ertrag. Säe Petersilie dicht aus, denn nicht jedes Samenkorn keimt gleich zuverlässig. Im Innenraum gedeiht Petersilie sogar etwas zuverlässiger, da die Temperaturen wärmer und gleichmäßiger sind.

Die verschiedenen Sorten der Petersilie unterscheiden sich sowohl im Aussehen als auch im Aroma. Mooskrause 2 und Grüne Perle entwickeln dichte, gekrauste Blätter, die nicht nur aromatisch schmecken, sondern auch gerne als Deko verendet werden.

Die glatten Sorten Walser Petersilie und Petersilie Gigante d´Italia bestechen durch ihren intensiven Geschmack. 

Petersilie braucht viel Wasser und fühlt sich im Halbschatten am wohlsten. Sie ist ein zweijähriges Kraut, bildet also im 2. Jahr Blüten und Samen. Beende die Ernte, sobald die Pflanze sich streckt und Blüten ausbildet, denn dann ist das Kraut nicht mehr genießbar und reichert sogar den Giftstoff Apiol an. Dieser ist besonders in Blüten und Samen enthalten, daher dürfen diese Teile der Petersilie auch nicht für die Küche verwendet werden.

Schnittsellerie, mehr als nur ein Suppengewürz

Schnittsellerie ist nahe verwandt mit der Petersilie, beide Kräuter gehören zur Familie der Doldenblütler. Das Kraut erinnert von Geruch und Geschmack an Sellerie, vom Aussehen an Petersilie. Kein Wunder, denn Schnittsellerie ist eine Kreuzung aus beiden Pflanzen. 

Die Keimtemperatur von Schnittsellerie liegt bei mindestens 18° C, sie benötigen im Freien daher einen gut erwärmten Boden. Besser ist jedoch eine Vorzucht im Haus oder Glashaus oder der Kauf von Jungpflanzen. 

Schnittsellerie bevorzugt Halbschatten und regelmäßige Bewässerung. Die meisten Kräuter sind genügsam, Schnittsellerie benötigt hingegen ausreichend Nährstoffe und ist daher für gelegentliche Düngergaben – vor allem bei Kultur im Topf oder Blumenkasten – dankbar. 

Die Ernte beginnt im Sommer. Pflücke dabei ganze Stängel jeweils von außen ab und lassen die inneren Blätter – das Pflanzenherz – stehen. Dann treiben neue Blätter stetig nach.

Schnittsellerie ist zweijährig und wie Petersilie im 2. Jahr ab Einsetzen der Blüte nicht mehr genießbar.

Verwende die Blätter als Suppengewürz, für Eintöpfe, Gemüse, Salate, Aufstriche und Soßen.

Bohnenkraut, das must-be zu jedem Bohnengericht

Die meisten lieben sie und sind dennoch zurückhaltend mit Bohnengerichten. Denn ihre Wirkung kann ich Gesellschaft schon mal unangenehm werden. Die Abhilfe wächst in deinem Garten: Bohnenkraut. Es hat eine beruhigende und antiblähende Wirkung und sollte deshalb jedem Bohnengericht beigefügt werden. 

Bohnenkraut säst du ab März bis Ende Juni ins Garten- oder Hochbeet oder am Balkon in einen Topf. Besonders gut macht sich die Mischkultur mit Buschbohnen, denn das Bohnenkraut schützt die Fisolen/Buschbohnen vor Blattläusen.  Der Reihenabstand beträgt 25 cm, der Anbau von mehreren Reihen Bohnenkraut ist aber gar nicht notwendig, da schon einige Pflanzen einen normalen Haushalt ausreichend versorgen. Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer, bedecke die Samen daher nur mit sehr wenig Erde.

Schütze früh gesätes Bohnenkraut mit einem Vlies oder Frühbeet, denn es ist wärmeliebend. Am besten entwickelt sich Bohnenkraut in humoser, aber nicht überdüngter Erde und bei warmen Temperaturen. 

Schneide zur Ernte ganze Stängel von der Pflanze und trockne sie auf einem Küchenpapier oder in Büscheln kopfüber aufgehängt. Streife die getrockneten Blätter ab, so lassen sie sich lange in einem Glas aufbewahren. Natürlich kannst du das Bohnenkraut auch frisch verwenden. Füge dazu einfach 1-2 Stängel zu deinem Gericht (z.B. in einen Eintopf). Der ideale Erntezeitpunkt ist kurz vor und während der Blüte, hier enthält das Bohnenkraut am meisten Würze. 

Bohnenkraut ist einjährig, du musst es also Jahr für Jahr frisch aussäen. 

Aufgrund seines pfeffrigen Geschmacks wird es auch Pfefferkraut genannt, und passt nicht nur zu Bohnen, sondern auch in Sauerkraut, Kohlgerichte oder zu Kartoffeln.

Oregano, Sommerträume und Urlaubsfeeling

Oregano wird auch Dost genannt, was jedoch etwas verwirrend ist, da zu der Gattung der Doste auch der Majoran zählt. Im Gegensatz zu diesem ist Oregano jedoch ein mehrjähriges Kraut und trotz seiner Herkunft aus dem Mittelmeerraum resistent gegen Frost und Schnee.

Die beste Saatzeit für Oregano ist von April bis Mai. Suche im Garten/am Balkon das wärmste Plätzchen aus, denn Oregano ist sehr wärmebedürftig. Er hat keine besonderen Ansprüche an den Boden, im Gegenteil, ein magerer, nicht zu nährstoffreicher Untergrund ist ideal. Säe die Samen in der Reihe nicht zu dicht aus, der Abstand zwischen zwei Reihen liegt bei 25 cm. Doch auch bei Oregano gilt: mit einer Pflanzreihe hast Du ausreichend Würzkraut zur Verfügung. 

Besser als die direkte Aussaat ist die Vorzucht in Töpfen ab Anfang März. Lege dazu jeweils einige Samen in einen Blumentopf oder eine Anzuchtschale und stelle das Gefäß an eine warme Fensterbank. Wähle als Substrat für die Anzucht magere Anzuchterde. Im Mai sind die Pflanzen bereit für den Umzug ins Freie.

Oregano ist sehr genügsam, ältere Pflanzen brauchen lediglich bei großer Trockenheit etwas Wasser. Lege im Garten oder Topf einige Steine rund um den Oregano. Sie speichern Wärme, die auch dem Kraut zu Gute kommt und sein Wachstum fördert.

Zur Ernte scheidest du Triebspitzen, idealerweise rund um die Blütezeit, denn hier ist das Aroma am größten. Verwende Oregano frisch oder getrocknet. 

Bekannt ist Oregano als Pizzagewürz, passt aber genauso zu Fisch, Grillspeisen und Gemüse.

Salbei, das Kraut, das alles kann

Wenn du dich für ein einziges Kraut entscheiden dürftest, dann wähle Salbei. Seine Vielfalt – und Vielfältigkeit ist enorm. Er eignet sich als Küchengewürz genauso wie als wirkungsvolles Heilkraut – von Halsschmerzen bis zur Zahnfleischentzündung. Er ist Nahrung und Unterschlupf für Wildbienen und andere nützliche Insekten, Zierpflanze, unbeliebt bei Schnecken, winterhart und allgemein robust im Nehmen.

Das klassische Küchenkraut ist Salvia officinalis, also der einfache Salbei. Ziehe ihn im Haus oder Glashaus ab März vor, ins Freie kommt er im Mai.  Der aus dem Mittelmeerraum stammende Salbei mag magere, etwas kalkhaltige Böden und viel Sonne.  Salbei ist ein Lichtkeimer, drücke die Samen nach der Aussaat leicht ins Saatbeet.  Im Freien braucht Salbei mindestens 40-50 cm Abstand, ältere Salbeipflanzen werden sehr ausladend.

Ernte den mehrjährigen Salbei im ersten Jahr sehr zurückhaltend, um die Pflanze nicht zu schwächen. Schneide ab dem zweiten Jahr die Triebspitzen ab, damit förderst du die Verzweigung der Pflanze.

Salbeiblätter harmonieren mit Fisch- und Fleischgerichten, in Butter geschwenkt zu Nudeln oder Gnocchi, in Risotto und vielen weiteren Gerichten. Schön anzusehen und wertvoll für Insekten sind die verschiedenen Wildsalbeiarten wie Steppen-Salbei, Quirl-Salbei und Wiesensalbei. Ihre leuchtend-violetten Blüten locken Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Florfliegen und Schwebfliegen an.

Basilikum, die Königsklasse

Die Herausforderung bei Basilikum liegt weniger im Anbau als im Gesundhalten der mimosenhaften Pflanze. Mit etwas Wissen und der richtigen Pflege wirst du den ganzen Sommer hindurch mit herrlich duftenden, aromatischen Basilikumblättern belohnt.

Die Aussaat von Basilikum ist ganzjährig möglich, idealerweise im Innenraum, da Basilikum sehr kälteempfindlich ist. Die direkte Saat im Freiland klappt ab Ende Mai bis Juli. Streue mehrere Samen in einem Topf, Basilikum wächst in Büscheln aus mehreren Einzelpflanzen. Basilikum ist ein Lichtkeimer, die Samen werden also nicht mit Erde bedeckt. Zum Keimen braucht Basilikum mindestens 18° C, richtig wohl fühlt es sich ab 20-22° C. 

Stelle die Saatschale oder den Topf daher an einen warmen Platz. Mit einer durchsichtigen Abdeckung (z.B. einer Abdeckhaube oder einem Tiefkühlsäckchen) erzeugst du ein warm-feuchtes Mikroklima, das die Keimung beschleunigt. 

Achte darauf, dass die jungen Pflänzchen nicht direkt in der Sonne stehen, denn Basilikum bekommt rasch einen Sonnenbrand – besonders hinter einer Glasscheibe.

Ab Ende Mai dürfen de jungen Pflanzen ins Freie. Härte sie dafür ab, also gewöhne sie langsam an ihre neue Umgebung. Dafür stellst du sie jeden Tag etwas länger an den für sie vorgesehen Platz, damit sie sich an Wind, Sonne und Temperaturschwankungen gewöhnen. Nach etwa 7-10 Tagen Abhärtung darf Basilikum fix ins Freie ziehen. 

Die Auswahl der Erntemethode bringt dein Basilikum entweder um oder sorgt für üppigen Nachwuchs. Zum Absterben bringst du die empfindliche Pflanze, wenn du einzelne Blätter vom Stängel zupfst. Richtig geht es so: scheide die oberen Blätter über dem darunterliegenden Blattpaar ab. Aus den Blattachseln wachsen neue Triebe, das Basilikum verzweigt sich und wächst buschiger. 

Basilikum ist einjährig, säe in jedes Jahr frisch aus. Das aromatische Basilikum gibt es in zahlreichen Sorten und Geschmacksrichtungen: klassisch als Basilikum Genovese, rotblättrig, als feinblättriges griechischen Basilikum, als Thaibasilikum, Zitronenbasilikum oder Zimtbasilikum – jedes verleiht deinen Gerichten eine eigene Note.

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