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Samen Maier Blog

Anbauzeit Juni/Juli – da geht noch ganz schön viel

verfasst von DI Doris Kampas am 30. Juni 2020
in Gartentipps, Juni, Juli
DI Doris Kampas

Die Tomaten sind gesetzt, den ersten Salat hast du bereits geerntet und Zucchini und Gurken erfreuen dich mit ihren ersten Blüten. Zeit also, dass du es dir im Liegestuhl bequem machst und den Pflänzchen beim Wachsen zusiehst?

Kannst du. Musst du aber nicht!

Denn erstaunlich viele Gemüsearten kannst du auch noch im Juni oder den darauffolgenden Monaten aussäen.

Das spricht für den Gemüseanbau im Juni:

Bloß kein Stress

Übrigens: Kohlrabi gedeihen als Lückenfüller im lichten Schatten von Tomaten besonders gut.

Im Frühling gibt es im Garten ganz schön viel zu tun. Stehen gebliebene Reste entfernen, die Beete vorbereiten, Pflanzen vorziehen, aussäen und einsetzen, Stauden, Bäume und Sträucher schneiden und noch einiges mehr. Wer da auch noch berufstätig ist, kommt ordentlich ins Schwitzen. Erspare dir diesen Stress und verteile den Anbau in deinem Gemüsebeet einfach über einen längeren Zeitraum.

Lücken füllen

Die ersten Kohlrabis, Salate und Radieschen hast du bereits geerntet. Es entstehen Lücken im Beet und damit Platz für neues Gemüse.

Ernte wie es dir gefällt

Viele Gemüsearten haben eine rasche Entwicklungszeit. Sie sind nach 8, 10 oder 12 Wochen bereit zur Ernte. Regelmäßiger und über die Monate verteilter Anbau verschafft dir daher eine regelmäßige Ernte.

Lücken füllen

Im Juni angebaut ist Brokkoli bereit für die Winterernte

Die ersten Kohlrabis, Salate und Radieschen hast du bereits geerntet. Es entstehen Lücken im Beet und damit Platz für neues Gemüse.

Übrigens: Kohlrabi gedeihen als Lückenfüller im lichten Schatten von Tomaten besonders gut.

Ernte wie es dir gefällt

Viele Gemüsearten haben eine rasche Entwicklungszeit. Sie sind nach 8, 10 oder 12 Wochen bereit zur Ernte. Regelmäßiger und über die Monate verteilter Anbau verschafft dir daher eine regelmäßige Ernte.

Im Juni an den Winter denken

Der Sommer ist noch nicht mal richtig da und du sollst schon an den Winter denken? Richtig! Denn viele Pflanzen, die du im Juni säst, erntest du im späten Herbst und Winter. Sie brauchen lange, um sich zu entwickeln und sind später erstaunlich frostfest.

Gemüsevielfalt für den Juni-Anbau

Salate

Merveille des quatre saisons – der „Rund-ums-Jahr“ Salat

Salate haben eine rasche Entwicklungszeit. Von der Aussaat des Samenkornes bis zur Ernte vergehen je nach Sorte 8-10 Wochen. Wenn du im Juni säst, erntest du also im August bis September. Bei Pflücksalaten geht es sogar noch rascher – bei ihnen kannst du bereits nach 6 Wochen mit der Ernte beginnen.

Wichtig: baue schossfeste Sommersalate an. Denn viele Salatsorten sind nur für den Anbau im Frühling geeignet – sie beginnen in den langen, hellen Sommermonaten sofort zu schossen (d.h. zu blühen). Sommersalat-Sorten sind z.B. Kopfsalat Merveille des quatre saisons, Eissalat Grazer Krauthäuptel 2 und Pflücksalat Till

Kohlgewächse

Zur großen Gruppe der Kohlgewächse (botanisch richtig nennt man sie Kreuzblütler) gehören viele bekannte und beliebte Gemüsearten. Und die meisten davon lassen sich auch noch im Juni oder sogar später anbauen. Der große Vorteil: Kohlgewächse werden im Frühling von zahlreichen Kohlschädlingen wie Erdflöhen, Kohltriebrüsslern oder Rapsglanzkäfern überfallen. Der späte Anbau im Juni erspart Ärger mit diesen Schädlingen, die die jungen Pflanzen oft gänzlich zerstören.

Kohlgewächse mit kurzer Entwicklungsdauer:

Dazu zählen Radieschen (6 Wochen) und Kohlrabi (10 Wochen). Ev. Links zu Sorten. Diese Gemüsearten erntest du von Sommer bis in den Herbst.

Kohlgewächse mit mittlerer Entwicklungsdauer:

Eine besondere Delikatesse ist Stängelkohl, von dem du junge Blätter, Stängel und Knospen verwenden kannst. Vom Anbau bis zur Ernte vergehen etwa 12 Wochen.

Rettich gibt es in verschiedenen Sorten mit unterschiedlich langer Entwicklungszeit von 10-14 Wochen. Manche Rettich-Sorten kommen sogar mit winterlichen Temperaturen zurecht (z.B. runder schwarzer Winter).

Kohlgewächse mit längerer Entwicklungszeit:

Dazu gehören Wirsingkohl, Grünkohl, Brokkoli, Karfiol und Chinakohl (erst Ende Juni anbauen!). Im Juni gesät, kannst du sie ab September oder Oktober ernten – oder einfach im Gemüsebeet stehen lassen. Denn v.a. Wirsingkohl und Grünkohl zeichnen sich durch eine hohe Frostfestigkeit aus. Auch Brokkoli kommt mit etwas Schnee zurecht und sogar Karfiol und Chinakohl vertragen – abgedeckt mit einem Vlies – leichte Fröste.

Rucola und Gartenkresse

kurze Entwicklungsdauer: Rucola (4-6 Wochen), Gartenkresse (3-4 Wochen)

Wurzelgemüse und andere Knollen

Rote Rüben sind ideale Lückenfüller zwischen Bohnen, Gurken, Salaten und allen Kohlgewächsen. Die gesunde Knolle braucht etwa 10-12 Wochen bis zur Ernte, du kannst sie aber auch länger im Beet stehen lassen und nach Bedarf ernten.

rote Rüben sind anspruchslos und gedeihen schnell

Mangold

ist eng mit der roten Rübe verwandt. Er keimt und wächst rasch und ist insgesamt sehr anspruchslos. Bei Anbau im Juni kannst du ab August zu ernten beginnen. Pflücke dabei immer nur die äußeren Blätter ab und lasse das Pflanzenherz stehen. So treibt er immer wieder nach und bleibt bis zum nächsten Frühling im Beet.

Karotten und gelbe Rüben baust du im Juni an, wenn du sie erst im Winter ernten willst. Bei Frost genügt eine dicke Laubdecke um den Wurzelhals, dann kannst du den ganzen Winter hindurch frische, süße Karotten aus deinem Beet holen.

Pastinaken säst du am besten Anfang Juni aus. Sie brauchen sehr lange und sind erst im Winter erntefrei. Dafür sind sie als heimische Pflanze absolut winterfest.

Bohnen aller Art

Buschbohnen verzeihen den verspäteten Anbau bis Mitte/Ende Juli. Sie sind äußert wärmeliebend und brauchen für Keimung und Wachstum Temperaturen um 20°-25° C. Dann holen sie das versäumte Wachstum rasch nach und versorgen dich bis in den Herbst mit ihren Hülsen. In Mischkultur verstehen sie sich besonders gut mit Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini.

Fotocredits aller Fotos: DI Doris Kampas

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