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Samen Maier Blog

WILDBLUMEN
warum sie in jeden Garten gehören

verfasst von Samen Maier am 1. April 2021
in Bienen und Nützlinge, Wildblumen

Als besonderes Projekt zum Erhalt der Artenvielfalt sehen wir unser Wildblumenprogramm,
welches wir gemeinsam mit der Biobaumschule Ottenberg realisieren konnten.

Für Gartenliebhaber/innen bieten wir ein Programm zur Wiederentdeckung der heimischen Wildblumen in der Gartengestaltung mit all den positiven Effekten für Boden, Wasser, Tier- und Pflanzenwelt.

BIO-WILDBLUMEN, DIE VOM AUSSTERBEN BEDROHT SIND, FÖRDERN DEN ERHALT DER ARTENVIELFALT.

Monokulturen und der Einsatz von schädlichen Chemikalien haben die Vielfalt der blühenden Blumenwiesen, naturnahe Hecken, idyllische Bachufer und harmonisch übergehende Waldränder weitgehend verdrängt. Der Verlust dieser artenreichen Lebensräume ist der Hauptgrund für den dramatischen Rückgang vieler Arten. Bienen und Schmetterlinge finden immer weniger Wildblumen und heimische Sträucher, sprich Nahrung und natürliche Nistplätze.

Regionale Wildpflanzen jedoch locken Vögel, Bienen, Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere an und sind optimal an den jeweiligen Standort und das Klima angepasst.

Allgemeines zu Wildstauden:

Heimische Wildstauden leisten einen wichtigen Beitrag für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge… Durch die intensive Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen werden viele Arten, welche ursprünglich üppig auf den Wiesen und Wegrändern verbreitet waren, zurückgedrängt. Der Vermehrungbetrieb Biobaumschule Ottenberg  hat es sich zur Aufgabe gesetzt, diese regionalen Wildstauden zu schützen und ein Samenarchiv der besonderen Arten anzulegen. Die Vermehrung der Wildstauden erfolgt am eigenen Betrieb, welcher seit 28 Jahren biologisch wirtschaftet.

Bunte Natur

Für Gartenliebhaber/innen bieten diese Wildstauden viele Vorteile: Zum Einen geht es um die Wiederentdeckung dieser Wildformen für die Gartengestaltung und zum Anderen wird ein wichtiger Beitrag für den Artenerhalt geleistet. Für Bienen und Insekten sind diese Pflanzen ein Anziehungsmagnet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pflanzen perfekt an unser Klima angepasst sind und mit ganz wenig Nährstoffen und Wasser auskommen. Mit der Einbeziehung von Wildstauden in die Gartengestaltung kann auf Düngen und Wassergaben verzichtet werden, was zusätzlich die Umwelt schont und die Gartenarbeit erleichtert.

Mit Hilfe von österreichischen Bio-Landwirten gelingt es wertvolle Arten wieder zu vermehren. Heimische Wildblumen leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Flora & Fauna.

Sie fördern den Erhalt der österreichischen Artenvielfalt.

Diese Farbenpracht und der herrliche Blütenduft! Kein Wunder, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge auf Wildblumen fliegen.
Wer der heimischen Artenvielfalt auf die Sprünge helfen möchte, sät die wilden Samen jetzt auch im eigenen Garten aus.

Warum ist es wichtig, mehr Wildblumen zu setzen?

Wer vor 30 oder 40 Jahren über Felder, Wiesen und Wälder spaziert ist, kann sich sicherlich an die vielfältig blühenden, bunten Wildblumen am Wegrand, im Feld oder auf der Wiese erinnern. Blaue Kornblumen reihten sich neben leuchtendem Mohn, Glocken- und Schlüsselblumen oder auch Königskerzen, Wiesen-Salbei und vielem mehr. Heute sieht es in der Natur leider anders aus. Durch die intensive Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen werden immer mehr Pflanzenarten zurückgedrängt. Unkrautvernichter werden eingesetzt, um die optimale Entwicklung der angebauten Pflanzen zu fördern, aber auch zur sogenannten „Landschaftspflege“, damit Wege und Wegränder nicht zuwuchern. Das hat zur Folge, dass heute wesentlich weniger Pflanzenarten existieren als noch vor ein paar Jahrzehnten. Studien belegen, dass die Artenvielfalt in manchen agrarisch genutzten Landstrichen sogar niedriger ist als in Städten. Und das hat nicht nur optische, sondern viel gravierendere Folgen, als es den meisten bewusst ist, denn auch Nützlinge wie Bienen und Schmetterlinge finden weniger Nahrungsquellen.

Warum sind Wildblumen bedroht?

Insbesondere die empfindlichen Wildblumen haben gegen chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel keine Chance. Über die Jahrzehnte konnte nur ein geringer Teil der „wilden Blumenpracht“ erhalten werden. Dies macht sich leider bemerkbar, denn die Artenvielfalt an Blumen und Insekten ist für die Natur und letztlich für uns Menschen von großer Bedeutung. Viele pflanzliche und kleine tierische Lebewesen wie Insekten und andere Mikroorganismen sind in unseren Breiten noch nicht ausreichend erforscht. Immer wieder gibt es Entdeckungen von medizinischen Wirkungen dieser Organismen, die heutigen oder auch zukünftigen Generationen von Nutzen sein können. Mit dem Aussterben der Wildblumen verschwinden viele Tierarten. Insekten wie Wildbienen, Hummeln oder Schmetterlinge finden kaum noch Futterpflanzen und in weiterer Folge gibt es für Vögel zu wenig Nahrung.

Was ist das Besondere an Wildblumen?

Das besondere an Wildblumen sind ihre zum Teil schwer zugänglichen Blüten. Was im ersten Moment unpraktisch erscheint, erweist sich für viele Insekten als lebensrettend. Gut verborgen können sie Nektar sammeln und sind vor ihren Feinden geschützt. Beim Kriechen in die enge Blüte bleiben Pollen am Hinterleib der Insekten kleben, diese befruchten wiederrum weitere Blumen. Gartenblumen, wie z.B. Stauden, verfügen oft nicht über diese engen „Eingänge“. Sie sind darauf gezüchtet, große und schöne Blüten zu bilden, dadurch fehlen allerdings die Verstecke für Insekten.
Auch für den Garten sind Wildblumen sehr wertvoll. Die angelockten Insekten bestäuben nicht nur die Wildblumen selbst, sondern auch Gemüse und Obst. Ins Gemüsebeet bringen sie bunte Farben und wertvolle Inhaltsstoffe ein. Manche Wildblumen verfügen über lange Pfahlwurzeln und lockern damit die Beete auf.

Freudiges setzen und Blühen leichtgemacht

Wildblumen eignen sich bestens für den Anbau im Garten, aber auch auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Grundsätzlich sind Wildblumen perfekt an unser Klima angepasst und kommen mit wenig Nährstoffen und Wasser aus. Mit der Einbeziehung von Wildblumen in die Gartengestaltung kann auf Düngen und Wassergaben verzichtet werden, was zusätzlich die Umwelt schont und uns Gärtnern somit die Arbeit erleichtert.

Wildblumen sind die Farben des Naturgartens. Wildblumen und Kräuter besiedeln nährstoffarme, trockene Standorte genauso wie nährstoffreiche feuchte Flächen, Ufer von Teichen, Seen und Bächen, Trockenmauern oder Wegränder. Entsprechend groß ist die Auswahl an Pflanzen – und die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben.

Wie legt man ein Wildblumenbeet an?

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1. Auflockern des Bodens

Ein Beet mit einer Fläche von 2-3 m² vorbereiten. Dazu die Umrisse des zukünftigen Beets markieren und den vorhandenen Rasen mit einem Spaten abtragen. Dadurch entfernt man den nährstoffreichen Mutterboden.

Wildblumen Beet
2. Fläche vorbereiten

Die Erde von größeren Steinen, Wurzeln und Pflanzenresten befreien.

3. Beeteinfassung

Eine Beeteinfassung ist hilfreich. Das Beet mit Holz, oder anderen Abgrenzungsmaterialen wie Pflaster- oder Klinkersteinen umranden. So kommt der Rasenmäher auch nicht zu nahe.

4. Boden auflockern

Zur Auflockerung bzw. zum Abmagern des Bodens  Sand hinzugeben und unterharken.

5. Beetplanung

Für die Beetplanung die Wildblumenpflanzen einzeln bzw. in Gruppen aufstellen. Befindet sich das Beet am Rand des Gartens empfiehlt es  sich die höheren Pflanzen ganz hinten zu platzieren, die niedrigeren Wildblumenpflanzen vorne zu lassen. Bei einem Beet inmitten des Rasens die hohen Pflanzen in die Mitte setzen.

6. Pflanzen

Die Wildblumenpflanzen zunächst in Wasser tauchen bis keine größeren Luftblasen aufsteigen und dann im Beet auf den vorgesehenen Platz pflanzen.

7. Samen verstreuen

Die Samen der Nützlingsweide auf das gesamte Beet verstreuen und etwas andrücken. 

8. Pflanzen & Samen anwässern

Die Pflanzen und Samen gut anwässern und in den folgenden Tagen gut feucht halten.

Hinten: Rosenmalve, Wiesensalbei, Gemeine Akelei, Südliche Skabiose
Mitte: Färber- Hundskamille, Dichtblütiger Ziest, Ochsenauge, Quirl Salbei
Vorne: Kartäuser Nelke, Knäuel-Glockenblume, Berglauch

Bei einem Beet inmitten des Rasens die hohen Pflanzen in die Mitte setzen.

Wo kommt das BIO Saatgut her?

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Information: Bio Baumschule Ottenberg

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