Standort Kräuter

Platz für Kräuter ist eigentlich überall. Im Garten, auf der Terrasse, in der Küche auf der Fensterbank, am Balkon. Blumenkasten am Balkongeländer und verschiedenen Töpfen lässt sich selbst am Balkon ein Kräutergarten anlegen.

Man sollte sich jedoch gut überlegen, welche Kräuter man wo pflanzt. Denn Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Thymian und Co. haben unterschiedliche Standort-Anforderungen, denen man gerecht werden muss, möchte man lange Freude an den Kräutern haben. Lieber an einem sonnigen Platz stellen/pflanzen, oder doch halbschattig?

Wir haben die Antwort:

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Standort Kräuter


Basilikum mag es warm und sonnig. Er braucht viel Wasser um zu wachsen. Er gedeiht sehr gut auch in Töpfen, auf der Fensterbank oder in Balkonkästen.

Borretsch bevorzugt einen warmen Standort. Dort fühlt er sich wohl.

Dill braucht viel Platz und sollte deshalb mit genügend Abstand gepflanzt werden. Er mag es warm und sonnig.

Kerbel benötigt feuchte Erde. Sein Platz ist im Halbschatten.

Liebstock bevorzugt einen sonnig-halbschattigen Platz. Es ist ein sehr anspruchsloses Gewürzkraut und ist eine gute Bienenweide.

Majoran (ebenfalls eine gute Bienenpflanze) mag sonnige, windgeschützte Standorte. Er braucht einen nährstoffreichen, lockeren Boden.

Oregano ist ein Lichtkeimer (das Saatgut immer nur leicht andrücken, nie mit Erde bedecken). Die Staude mag es am liebsten sonnig und windgeschützt.

Petersilie hat keine hohen Ansprüche und wächst am besten in feuchten Böden im Halbschatten bzw. sogar Schatten.

Schnittlauch wächst am besten in einem eigenen Topf, da sie viel Platz und frische Luft benötigen. Er bevorzugt einen halbschattigen Platz und feuchte Erde.

Thymian ist ebenfalls ein Lichtkeimer. Er benötigt einen nährstoffarmen, trockenen Boden und mag Wärme und Sonne.

Zitronenmelisse bevorzugt einen sonnig- halbschattigen Platz.

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Welche Kräuter passen zueinander?

Wer sich an Kräutern erfreuen will, sollte einige Regeln beachten, welche Kräuter gut zusammen passen bzw. welche eher getrennt voneinander angepflanzt werden sollten. Nicht alle Kräuter sind gesellige Pflanzen. Einige mögen gerne alleine im Topf bzw. Beet stehen und sollen daher in keiner direkten Nachbarschaft stehen, andere wiederum vertragen sich gut miteinander.

Welche Kräuter passen sehr gut zusammen?

  • Kamille fördert das Wachstum von Dill, Schnittlauch, Majoran und Kerbel.
  • Petersilie verträgt sich mit Erdbeeren, Dill, Schnittlauch, Majoran und Kerbel.
  • Rosmarin fördert Basilikum, was ganz praktisch ist, denn beide sind nicht winterfest und können nebeneinander gepflanzt werden, wobei Basilikum mehr Wasser benötigt als Rosmarin. Das ist bei der Pflege zu beachten, der Abstand sollte daher nicht zu eng bemessen werden.
  • Thymian verträgt sich mit Fenchel, Koriander, Estragon, Borretsch und Bohnenkraut.
  • Ysop fördert Lavendel und Bohnenkraut.
  • Zitronenmelisse kann mit beliebig anderen Kräutern zusammen gepflanzt werden. Sie fördert das Wachstum aller anderen Kräuter. Vorsicht ist nur in Verbindung mit Basilikum angebracht.
  • Gemeinsam in einen Topf pflanzen kann man z.B. Schnittlauch, Thymian, Rosmarin, Salbei und Zitronenmelisse.

 

Welche Kräuter passen nicht zusammen?

  • Basilikum und Melisse sollten getrennt voneinander angepflanzt werden.
  • Fenchel sollte nicht neben Koriander, Majoran, Ysop  gepflanzt werden.
  • Thymian und Majoran: Beide sollten keinesfalls nebeneinander gepflanzt werden. Sie vertragen sich überhaupt nicht (auch geschmacklich nicht). Oft werden sie dennoch zusammen gepflanzt, wobei der Majoran meist den Kürzeren zieht und eingeht.
  • Petersilie und Kamille

 

Welche Kräuter sind Einzelgänger?

  • Liebstöckel ist ein Einzelgänger. Er macht sich sehr breit und nimmt anderen Pflanzen schnell Licht und Platz weg.
  • Lavendel sollte genügend Abstand zu anderen Kräutern bekommen. Er braucht Platz, um gut gedeihen zu können.

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