Wildtomate – Informationen und Tipps

Wildtomate Golden Currant

Kennen Sie schon unsere Wildtomate? Wir haben uns genauer beim BIO-Vermehrer erkundigt und wollen Ihnen nun Tipps und Tricks über diese Sorte verraten.

Bernd Horneburg beschäftigt sich schon lange mit dem Projekt BIO-Freiland-Tomaten. Und noch länger mit biologischem Saatgut. In dem langjährigen Projekt sticht dabei folgende Sorte besonders heraus: die gelbfrüchtige Golden Currant. Sie halten einer Infektion durch die Kraut- und Braunfäule lange stand und bringen auch in sehr ungünstigen Lagen noch Früchte.

Wildtomate Golden Currant ist eine ursprüngliche Tomaten mit etwa kirschgroßen, gelben Früchten. Züchtung und Vermehrung finden bei Bernd Horneburg am fruchtbaren Leinetal bei Göttingen statt.

 

Ihre spezielle Stärken:

  • Robustheit
  • kreative Anbauweise als Blickfang
  • üppiger Fruchtbehang

 

Robustheit

Wildtomaten sind anspruchsloser und können dadurch auch flachgründigere und trockenere Bereiche des Gartens genutzt werden. Sie wachsen am Zaun, neben Mauern und Wegen und auch der Anbau in Eimern auf dem Balkon ist möglich.

 

AnbauweiseTrichter im Ambau

Für den üblichen Anbau am Stab eignen sich Wildtomaten nicht, denn Wildtomaten brauchen Platz, um sich entfalten zu können: Auf gutem Boden bedeckt eine einzelne, frei wachsende Pflanze über 2 m2!
Horneburg empfiehlt dabei folgende Anbauweise, um optimalen Wuchs und Ernte zu erreichen: Um die Pflanzen etwas vom Boden abzuheben bietet sich der Anbau im Trichter an: Drei Stäbe (mind. 1 m lang) werden schräg in den Boden geschlagen, sobald die Wildtomaten-Jungpflanze beginnt stark in die Breite zu wachsen. Dem Wachstum der Pflanze folgend, werden Querhölzer befestigt, auf die die Triebe gelegt werden.

Schön und platzsparend ist es auch, Wildtomaten in Zäune zu flechten.
Trichter_web

 

Üppige Fruchtbildung

Die Blüten- und Fruchtstände folgen eng aufeinander, da die einzelnen Stängelabschnitte kurz sind. Zusätzlich ist die Wuchskraft der Pflanze enorm. Sie verzweigen sich stark und bilden ständig neue Früchte. Es wurden laut Bernd Horneburg schon über 1000 Früchte pro Pflanze gezählt.

Was sich nicht lohnt, ist der eintriebige Anbau am Stab: Man muss extrem viel ausgeizen und auch der Geschmack der Früchte leidet. Ein besonderer Vorteil ist die natürliche Unempfindlichkeit gegen die Kraut- und Braunfäule und andere Krankheiten der Tomate.

 

Viel Erfolg beim Anbau und genießen Sie die leckeren Früchte!