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Samen Maier Blog

Kürbiszeit

verfasst von DI Doris Kampas am 15. Oktober 2021
in Gartenjahr, Oktober

Tolle Verwertung für die Riesenfrucht

Im Herbst begegnest du ihnen überall. Als Dekoration in den Schaufenstern, als gruselig-leuchtendes Gesicht im Fenster deines Nachbarn oder auf der Speisekarte deines Lieblingsrestaurants. In unserem Beitrag stellen wir Dir die Vielfalt der Riesenfrucht vor und zeigen dir, was alles du mit und aus Kürbissen machen kannst.

Kürbisse gehören zur Familie der Kürbisgewächse und sind mit Zucchini, Gurken und Melonen eng verwandt. Ihre Vorfahren kamen aus Mittel- und Südamerika, wo ihre Kerne vermutlich schon seit Urzeiten als Nahrungsquelle genutzt wurden. Das Fruchtfleisch wurde jedoch erst durch spätere Züchtungen essbar. Die Urformen beinhalteten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der zu schweren Vergiftungen, im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen kann. Heute befindet sich dieser Giftstoff noch immer in Zierkürbissen – darum darfst du sie keinesfalls essen! Auch beim Wiederanbau von Samen kann sich das giftige Cucurbitacin wieder einkreuzen. Ziehe darum Deine Kürbisse immer nur aus gekauften Samen – so kannst Du zu 100 % sichergehen, dass die Frucht frei von Cucurbitacin ist.

Kürbis ist eine einjährige Kletterpflanze, die sehr schnell wächst und größer wird. Ihre Triebe erreichen eine Länge von mehreren Metern, die großen Blätter bedecken rasch eine große Fläche. Reserviere für eine Kürbispflanze daher einige Quadratmeter Fläche. Die Kürbisfrucht ist berühmt-berüchtigt, manche Sorten können mehrere hundert Kilo auf die Waage bringen, wie Hobbygärtner*innen bei Kürbisbewerben gerne unter Beweis stellen.

In den Blattachseln der Kürbispflanze entstehen lange Stiele, die essbare Blüten tragen. Aus weiblichen Blüten entwickeln sich Früchte, welche botanisch gesehen zu den Beeren gehören. Die Früchte haben, je nach Sorte, verschiedene Formen, Farben und Größen.

Kreativ, gruselig, gesund und köstlich: das alles zauberst du aus dem Kürbis

Kreative Herbstdekoration

Geeignete Sorten: Weinheber Kittenberger (Flaschenkürbis), zum Schnitzen: Riesenkürbisse (Red Kuri, Rouge vif d’Etampes/Roter Zentner, Uchiki Kuri)

Gruselige Halloween Gesichter schnitzen

Du brauchst: ein scharfes Messer, einen großen, festen Löffel, einen (am besten wasserlöslichen) Filzstift zum Vorzeichnen, Teelichter, Streichhölzer und natürlich einen großen Kürbis

  • Schneide mit dem Messer den oberen Kürbisteil (mit Stiel) weg, sodass ein abnehmbarer „Deckel“ entsteht. Setze dafür das Messer mit der Messerspitze schräg zur Kürbismitte an und schneide rundum, bis du den Deckel abnehmen kannst.  
  • Entferne anschließend alle Fasern und Kerne mit einem Löffel. Diese kommen auf den Kompost. Kratze danach auch das feste Kürbisfleisch aus, bis überall eine nur mehr ca. 2 cm dicke Wand bestehen bleibt. Verwende das Kürbisfleisch z.B. für eine Suppe.
  • Jetzt beginnt die kreative Arbeit. Zeichne mit dem Filzstift ein gruseliges Gesicht oder Muster auf den Kürbis. Halte dabei die Linien einfach und gerade – so fällt dir das Schnitzen wesentlich leichter. Vermeide zu nahe Abstände zwischen zukünftigen Löchern, damit die Kürbiswand später beim Schnitzen nicht einbricht.
  • Schneide jetzt die vorgezeichneten Teile mit dem Messer aus. Schon ist deine Laterne fertig! 
  • Suche für sie einen passenden – am besten trockenen und kühlen – Platz, lege ein Teelicht hinein, zünde es an und schließe den Deckel. Und jetzt Licht ab und…Achtung…nicht erschrecken!

Ergänze die Kürbislaternen mit Zierkürbissen in verschiedenen Größen und Formen – z.B. den dekorativen Flaschenkürbissen (Achtung, nicht essen!). Du kannst sie auch mit diversen anderen Naturmaterialien wie Kastanien, Ähren oder Hagebutten kombinieren. Dann wird die herbstliche Ausschmückung perfekt!

Lege deinen Kürbis-Vorrat für den Winter an

Geeignete Sorten: Butternut Waltham, Hokkaido Kürbisse (Red Kuri, Uchiki Kuri)

Diese Sorten gehören zu den Winterkürbissen. Diese können im Gegensatz zu Sommerkürbissen (z.B. Patisson) ohne Probleme über mehrere Monate gelagert werden. Beachte für die Lagerung Folgendes:

  • Die Lagerfähigkeit beeinflusst du bereits bei der Ernte – achte daher darauf, dass du die Früchte MIT STIEL erntest und die Schale dabei nicht verletzt
  • Zu niedrige Lagertemperaturen führen zum Verlust der Haltbarkeit! Bewahre deine Kürbisse also nicht im Kühlschrank auf. Geeignet ist dafür ein nicht allzu kühler (min. 12 °C), trockener, dunkler Ort – z.B. ein Keller oder eine Garage.

Stärke dein Immunsystem und deine Gesundheit 

Fruchtfleisch und Kerne von Kürbissen enthalten Inhaltstoffe, dank derer Kürbisse zu den Heilpflanzen zählen. Verschiedene Stoffe wirken entzündungshemmend und harntreibend, und werden daher bei Blasen- und Prostatabeschwerden eingesetzt.

Die gelb/orange Farbe der Kürbisfrucht wird durch Carotinoide verursacht. Das sind Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung, welche unsere Gesundheit und Abwehrkräfte stärken. Aus dem Carotinoid Beta-Carotin produziert der menschlicher Körper Vitamin A. Dieses schützt unsere Haut vor schädlichen UV-Strahlen schützt und ist wichtig für Augen und Schleimhäute.

Im Kürbisfleisch sind zudem viele Mineralstoffe, unter anderem z.B. Eisen oder Kalium. Eisen ist unentbehrlich für den Transport von Sauerstoff im Blut, Kalium stärkt das Nervensystem.

Genieße köstliche und saisonale Kürbis-Gerichte

Raus aus dem Garten – rein in die Küche und schwupps, zauberst du aus deinen Kürbissen beinahe alles, was dein Herz begehrt: von einer cremigen Suppe über schmackhaftes Kürbisgemüse, würzigen Strudel bis zu süßen Muffins. Unzählige Möglichkeiten gibt es beim Einmachen von Kürbissen – süße Kompotte und Marmeladen, aromatische Chutneys, süß-saures Gemüse und viel mehr. 

Für den Einstieg in die Welt der köstlichen Kürbisgerichte Kürbis-Rezepte findest du hier zwei tolle Rezepte zum sofortigen Nachkochen.

Kürbissuppe mit Wurzelgemüse

Du brauchst:

einen kleinen Hokkaido Kürbis

zwei Karotten

eine Wurzelpetersilie

ein Stück Zeller

eine rote Zwiebel

1 l Gemüsebrühe

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

Curcuma

etwas Butter oder Olivenöl

Kürbiskerne

ev. Sauerrahm

So gehst du vor:

Wasche den Kürbis, schneide ihn in zwei Hälften und höhle Kerne und Fasern mit Hilfe eines Löffels aus. Schneide das Fruchtfleisch samt Schale in Würfel.

Schäle Karotten, Petersilie und Zeller und schneide sie ebenfalls in Würfel.

Hacke die Zwiebel kleinwürfelig und röste sie in einem großen Topf in etwas Butter oder Olivenöl an, bis sie leicht braun wird. Gib Kürbis und Wurzelgemüse dazu und röste es kurz mit.

Gieße das Gemüse mit Gemüsebrühe auf und füge Salz und Gewürze dazu. Nun lasse alles ca. 15 min kochen, bis das Gemüse weich ist.

Püriere anschließend das Gemüse mit Hilfe eines Pürierstabs. 

Röste die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett hellbraun an. Achtung – Kürbiskerne verbrennen gerne!

Verfeinere die Suppe auf dem Teller mit 1 – 2 Löffel Sauerrahm und garniere sie mit den gerösteten Kürbiskernen. 

Du brauchst:

1 Packung Blätterteig

ca. 0,5 kg Kürbisfleisch (Butternut Waltham, Roter Zentner, Hokkaido)

zwei Frühlingszwiebeln oder ein Stück Lauch

100 g Bauchspeck

100 g Parmesan, gehobelt

2 Eier + 1 Ei zum Bestreichen

Thymian

Rosmarin

Salz

2 EL Olivenöl

So gehst du vor:

Schneide Kürbisfleisch und Speck in kleine Würfel, Lauch (oder Frühlingszwiebeln) in dünne Scheiben.

Röste den Speck mit Lauch (oder Frühlingszwiebeln) in einer tiefen Pfanne an. Gib den Kürbis dazu und lass alles zusammen noch ca. 5 min weiterrösten. Nimm die Pfanne vom Herd uns lass die Mischung etwas abkühlen.

Gib anschließend alles n eine große Schüssel und vermische die Füllung mit Salz, Kräutern, Parmesan und Eiern.

Rolle den Blätterteig aus und verteile die Kürbismasse in einen gleichmäßigen Streifen in der Mitte. Schlage die Teigränder ein, sodass sie sich etwas überlappen und drücke sie leicht an. Verquirle das Ei und bestreiche den Strudel damit. Stich zum Schluss die Oberseite mit einer Gabel mehrmals ein.

Backe den Strudel im Rohr etwa 30 Minuten goldgelb.

Serviere den Strudel mit einem Joghurt-Kräuterdipp und frischem Blattsalat.

Fotocredits:
©bio-garten
©adobestock

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