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Bunte Blumen für den Bauerngarten

verfasst von DI Doris Kampas am 25. August 2020
in Gartentipps, Wildblumen
DI Doris Kampas

Liebst du sie auch, die idyllischen, bunt und üppig blühenden Bauerngärten? Bei ihrem Anblick geht dir das Herz auf? Das hat einen guten Grund! Laut Wissenschaftlern haben Farben großen Einfluss auf unsere Emotionen: rote und gelbe Farbtöne erhöhen unsere Aktivität und Energie, weiße erwecken Vertrauen und grüne wirken beruhigend. Mit der richtigen Pflanzenwahl kannst du also für bessere Laune sorgen. Doch Sommerblumen können noch viel mehr!

Blütenmeer aus Sommerblüten

Ein typischer Bauerngarten

Als Bauerngarten bezeichnet man ein quadratisches, bunt gemischte Blumen-, Gemüse- und Kräutergärtchen mit einem runden Beet in der Mitte. Oft ist er von einem niedrigen Holz- oder Weidenzaun umschlossen, als Abgrenzung kann aber auch eine niedrige Hecke z.B. aus Buchsbaum, Lavendel o.ä. dienen.

Die Struktur eines Bauerngartens ist schon sehr alt – sie geht auf Klostergärten zurück – und gut durchdacht. In der Mitte wird ein rundes Beet angelegt, welches mit Dauerkulturen (Küchenkräutern, bunte Stauden) bepflanzt ist. Rundherum befinden sich vier gleiche Felder, die für den jährlichen Gemüseanbau bestimmt sind. Ein Feld für Starkzehrer (Pflanzen mit hohen Nährstoffansprüchen), eines für Mittelzehrer und eines für Schwachzehrer (Pflanzen, die mit wenig Nährstoffen zurechtkommen). Das vierte Feld genießt eine wohlverdiente Pause und wird am besten mit einer Gründüngung bepflanzt, um das Beet wieder mit Nährstoffen anzureichern. Jahr für Jahr rücken die Kulturen im Kreis um einen Platz weiter – so wird der Boden nachhaltig und schonend genutzt.

Wenn Du einen Bauerngarten anlegen willst, musst du dich natürlich nicht streng an diese Vorgaben halten. Oft ist gar nicht ausreichend Platz – variiere dann einfach mit weniger Beeten.

Überall ist Platz für bunte Blumen

Bauerngärten werden in Mischkulturen bepflanzt – gemischt werden aber eben nicht nur Gemüse und Kräuter – auch bunte Blumen haben ihren Platz. Neben ihrer Schönheit und der Freude, die sie in unser Leben bringen, haben Sommerblumen im Gemüsegarten viele weitere Vorteile.

Mit ihren bunten Blüten locken sie nützliche Insekten an. Sie bieten ihnen Nahrung und Unterschlupf. Das fördert die Artenvielfalt im Garten. Die Nützlinge revanchieren sich bei dir, indem sie Schädlinge in Schach halten und somit deine Ernte schützen. Mit bunten Blumen verwöhnst du auch Hummeln und Bienen. Einmal angelockt befruchten sie gleichzeitig deine Gemüsepflanzen wie z.B. Tomaten, Paprika oder Gurken. Manche Blumen vertreiben sogar selbst Schädlinge. Tagetes oder Ringelblumen scheiden Duftstoffe aus, die schädliche Bodennematoden fernhalten. Schadinsekten, die auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind und durch deren Geruch angelockt werden (z.B. der Kohlweißling bei Kohlpflanzen) werden durch das Duftgemisch der Blumen verwirrt. Das Auffinden ihrer Opfer (also z.B. von Kohl oder Brokkoli) fällt ihnen dadurch wesentlich schwerer.

Die Ausscheidungen von Tagetes „schmecken“ Nematoden nicht. Du kannst dir die Blüten im Salat sehr wohl schmecken lassen!

Blumen, die in keinem Garten fehlen dürfen

Borretsch (Borrago officinalis)

Ihr zweiter Name Gurkenkraut verrät viel über diese einjährige, ca. 80 cm hoch wachsende, blau blühende Pflanze. Ihre essbaren Blüten und die jungen Blätter erinnern an den Geschmack von Gurken. Borretsch ist ein ideales Gewürz zum Einlegen – besonders natürlich für Gurken. Ebenso kannst du ihn frisch als Beigabe zu Salaten oder als Garnierung für Aufstrichbrote verwenden.

Bienen lieben Borretsch, die Schnecken mögen ihn gar nicht – besser geht’s kaum!

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Ist eine wuchsfreudige Kletterpflanze, deren Stängel eine Länge von bis zu 3 m erreichen können. Steht keine Rankhilfe zur Verfügung, wird die Kapuzinerkresse zu einem sehr hübschen Bodendecker.

Ihre großen, bunten (gelb, orange, rot) Blüten sowie ihre Blätter sind essbar. Ihr würziger, leicht scharfer Geschmack bringt eine spannende Abwechslung auf deinen Salat oder dein Butterbrot.

Kapuzinerkresse:  bringt Farben ins Gemüsebeet und lockt zahlreiche Insekten zur Bestäubung an

Die Kapuzinerkresse kann in ein Gemüsebeet gemeinsam mit z. B. Kürbissen, Bohnen, Erbsen, Kohlgewächsen, Paradeisern oder Paprika gepflanzt werden. Sie ist sehr beliebt bei Blattläusen, zieht diese an und verringert dadurch den Befall bei ihren Nachbarpflanzen. Diese Wirkung kannst du auch gut bei Obstbäumen nutzen, indem du die Baumscheiben mit Kapuzinerkresse bepflanzt. Außer Blattläusen hält Kapuzinerkresse auch die Weiße Fliege (z.B. bei Gurken) fern. Mit ihren farbigen Blüten lockt sie viele Insekten an und unterstützt so die Bestäubung der Gemüsepflanzen.

Ringelblume (Calendula officinalis)

Ringelblumen zählen zu den Gründüngungspflanzen, weil sie den Boden verbessern. Außerdem wehren ihre Wurzeln – wie schon oben erwähnt – schädliche Nematoden ab. In einer Mischkultur gelten sie als besonders willkommene Nachbarn für Tomaten oder Kartoffeln. Weil sie im Halbschatten gut gedeihen, eignen sie sich wunderbar auch als Unterpflanzung für Beerensträucher. Ringelblumen sind anspruchslos und samen sich selbst stark aus. Hast du sie einmal gesät, verschönern sie deinen Garten für immer. Dank den in den Blütenblättern enthaltenen entzündungshemmenden Stoffen gilt Ringelblume als bewährte Heilpflanze.

Calendula oder Ringelblume – ein Muss für jeden Naturgarten und jede Naturapotheke

Sonnenblume (Helianthus annuus)

Bekannt ist die Sonnenblume neben ihren unverwechselbaren riesigen gelbstrahlenden Blüten vor allem wegen ihrer Pflanzenbewegungen. Sie dreht ihren „Kopf“ im Verlauf des Tages vom Westen nach Osten, sodass die Blüte immer zur Sonne schaut. Diese Bewegungen, kannst du vor allem bei jungen Pflanzen gut beobachten. Mit zunehmendem Alter werden die Stängel steifer, die Blüten schwerer und drehen sich immer weniger, bis sie dann nach Osten ausgerichtet bleiben.

Sonnenblume – der strahlende Stern des Blumenbeetes

Die Gewöhnliche Sonnenblume gehört zur Familie der Korbblütler und ist unter anderem mit der Topinambur eng verwandt. Es gibt verschiedene Sonnenblumen- Sorten, die sich stark in der Höhe, dem Blütenfarbton und der Verzweigung unterscheiden.

Die Sorte ‚Bambino‘ mit einer Wuchshöhe von nur 30 – 40 cm kannst du sogar als Topfpflanze verwenden.

Die Sorte ‚Henry Wilde‘ erreicht eine stattliche Höhe von 2,5 m, sie eignet sich sogar als temporärer Sichtschutz für die Sommermonate.

Die Samen von Sonnenblumen werden ca. ab Mitte September reif. Verwende sie als gesunde Knabberei oder teile sie mit Vögeln, sie freuen sich besonders in den Wintermonaten über diese wichtige Nahrungsquelle.

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Zu der Gattung der Malven (Malva) gehören ca. 30 Arten. Einer der bekanntesten Vertreter ist die Wilde Malve (Malva sylvestris), oft auch Große Käsepappel genannt. Aus Mittelmeerraum stammend hat die Wilde Malve auch bei uns in fast jedem Naturgarten ihren Platz gefunden. An einem sonnigen Standort mit durchlässigem Boden kann Sie bis zu 150 cm hoch werden. Sie erfreut dich von Juni bis September mit vielen essbaren purpurnen Blüten.

Die wilde Malve: eine essbare und heilsame Schönheit

Auch die jungen Blätter sind essbar – frisch als Beigabe zu Blattsalat oder gedünstet als Spinat. Sogar die noch grünen Früchte kannst du verspeisen. Mit ihrem nussigen Geschmack erinnern sie leicht an Kapern.

Die Wilde Malve wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze genutzt und begehrt. Sie enthält ätherische Öle, Gerbstoffe, Schleimstoffe sowie Flavonoide. Ein Tee aus Blüten und Blättern wirkt beruhigend bei Husten und Entzündungen der Schleimhäute.

Beitrag: DI Doris Kampas
Fotocredits: bio-garten

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