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Samen Maier Blog

Auf die Pflänzchen fertig los

verfasst von DI Doris Kampas am 1. März 2022
in Gartenjahr, März

Jungpflanzen gibt es ohnedies in der Gärtnerei und in den letzten Jahren im Supermarkt zu kaufen. Warum also sollst du dir die Mühe machen und die kleinen Pflänzchen für deine Beete selbst vorziehen? Dass sehr viel für die eigene Aufzucht spricht und wie du gesunde und kräftige Jungpflanzen großziehst, liest du in diesem Beitrag.

Eines bleibt unübertroffen: die Freude, die du empfindest, wenn aus dem kleinen Samenkorn die ersten grünen Blättchen sprießen und du die Pflanzen langsam in ihrer Entwicklung beobachten kannst. Und es gibt noch weitere gute Gründe, warum du zum/zur Jungpflanzen-Gärtner/in werden solltest:

Bio vom Samenkorn weg

Schon mit der Auswahl des Samenkornes entscheidest du über die BIO-Qualität deiner Pflanze. Eine wichtige Rolle spielt dabei nicht nur das BIO-Gütesiegel, sondern auch, ob es sich um samenfestes Saatgut oder Hybrid-Samen handelt. Denn bei samenfestem Saatgut kannst du später von deinen Jungpflanzen selbst Samen ernten, Hybridsamen entwickeln hingegen unfruchtbare Nachkommen. Mit torffreier Bio-Aussaaterde und dem Verzicht auf mineralische Dünger oder Spritzmittel bleibt deine Pflanze garantiert BIO.

Ausgefallen Sorten anbauen

Du willst Litschi Tomaten ernten oder bist ein Fan der Ochsenherz Tomate? Oder du möchtest deine Sommergerichte mit einer gestreiften Zucchini-Sorte bereichern? Beim Jungpflanzen-Kauf musst du schon großes Glück haben, um diese Sorten zu finden. Beim Saatgut ist die Auswahl wesentlich größer und du hast selbst in der Hand, welche Sorten du erntest.

Zum richtigen Zeitpunkt

Du brauchst nicht alle Jungpflanzen zur gleichen Zeit. Oft entstehen im Gemüsebeet Lücken, die du mit neuen Pflänzchen füllen kannst. Baue daher bestimmte Jungpflanzen von z.B. Salat, Rüben oder Kohlrabi gestaffelt an – so verteilst du auch die Ernte rund ums Jahr.

Jungpflanzen für Wintergemüse

Spätestens im Juni sind Jungpflanzen überall ausverkauft. Doch da benötigst du vorgezogenen Krautpflänzchen genauso wie Lauch oder Kohlsprossen. Diese Pflanzen setzt du im Juni oder Juli für deine Winterernte. Dafür reicht es, wenn du mit dem Vorziehen im Mai startest. 

So ziehst du Jungpflanzen groß

Schritt 1:

Vorbereitung ist alles. Verwende Beschriftungskärtchen und notiere darauf die Gemüsearten und Sorten. So kommt es später zu keinen Verwechslungen.Fülle anschließend ein Saatkistchen oder Töpfe mit torffreier Bio-Aussaaterde und stecke die Beschriftungskärtchen in die vorgesehenen Reihen oder Töpfe.

Schritt 2:

Nimm die Samen aus der Packung und säe jeweils 2-3 Körner in eine Saatkammer oder einen Topf. Wenn du Kistchen verwendest, dann säe die Samen im Abstand von 5-7 cm aus. Mehr Samen je Topf verwendest du, um auf Nummer sicher zu gehen, falls ein Samenkorn einmal nicht keimen sollte.

Achtung Lichtkeimer: diese Samen darfst Du nicht mit Erde bedecken, denn sie benötigen Licht zum Keimen. Alle anderen Samen kommen in wenige Millimeter Tiefe. Auf den Samenpackungen findest Du entsprechende Hinweise.

Drücke Samen und Erde vorsichtig mit der Hand fest und besprühe alles aus einer Sprühflasche mit Wasser.

Schritt 3: 

Stelle deine Saatgefäße an einen sonnigen, warmen Platz – am besten auf eine Fensterbank, in den Wintergarten oder – falls vorhanden – ein Gewächshaus. Achte besonders bei empfindlichen Gemüsearten wie Tomaten, Melanzani oder Paprika auf gleichmäßig warme Temperaturen. Salate, Rüben oder Kohlgewächse sind hier etwas unempfindlicher und kommen auch mit geringeren Temperaturen gut zurecht.

Schritt 4: 

Je nach Sorte keimen die Samen in den nächsten 1 – 2 Wochen. Achte stets auf genug Feuchtigkeit, sonst vertrocknet der Keimling, bevor er die Erde durchbricht. 

Sobald Du das erste Grün siehst, brauchen die Pflanzen viel Licht. Bei Lichtmangel bilden sie lange, dünne Stängel und werden instabil. An warmen Tagen kannst du die Pflanzen ins Freie stellen (z.B. auf einen Balkon oder die Terrasse) und am Abend wieder ins Haus nehmen. So bekommen sie einerseits ausreichend Licht und werden gleichzeitig abgehärtet, d.h. sie gewöhnen sich ans Freie.

Schritt 5:

Haben die Pflanzen 4-6 Blätter entwickelt, dürfen sie in einen größeren Topf umziehen. In den Saatkistchen wird es mittlerweile zu eng für sie.

Schritt 6:

Nimm die Pflanzen vorsichtig aus ihren Saatgefäßen und tauche sie einige Minuten in einen Kübel mit nicht zu kaltem Wasser. 

Schritt 7:

Nimm die Pflanzen nun aus dem Wasser und trenne ihre Wurzeln vorsichtig voneinander. Dies gelingt nun leicht, da das Wasser bereits die Erde von den Wurzeln gelöst bzw. aufgeweicht hat.

Schritt 8:

Setze die Jungpflanzen einzeln in Töpfe, verwende als Substrat eine gute Bio-Erde. Setze Tomaten oder Paprika ein wenig tiefer in den Topf, dann bilden sich an den Stängeln weitere Wurzeln.

Frostgefährdete Pflanzen (z.B. Tomaten, Paprika, Zucchini) bleiben an kalten Tagen bzw. in den Nächten noch im Haus, bis du sie schließlich nach den Eisheiligen ins Freie übersiedeln darfst. Weniger empfindliche Jungpflanzen (z.B. Salate) dürfen schon früher ins Gemüsebeet – sobald sie kompakt und stabil genug sind.

Fotocredits:
©bio-garten
©adobestock

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