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Samen Maier Blog

Balkongarten für Anfänger:innen

verfasst von Samen Maier am 2. April 2024
in Samen Maier, April

Ein Balkon ist das absolute Plus jeder Wohnung. Er eignet sich zum Chillen, für ein gemütliches Outdoor Picknick, zum Wäschetrocken und natürlich als kunterbunter Mini-Garten. Schon aus einer kleinen Fläche mit wenigen Quadratmetern wird mit etwas Geschick ein üppiger Nutz- oder Blütengarten.  Hier steht, wie du beginnst.

Bevor du Töpfe und Erdsäcke auf deinen Balkon schleppst, gehe in Dich und überlege, was du auf deinem Balkon erreichen möchtest: soll er ein Rund-ums Jahr Ernteparadies werden? Oder ein ständiges Blütenmeer, das nicht nur dich erfreut, sondern auch Bienen und Co Nahrung bietet? Oder willst du die wichtigsten Kräuter anbauen und damit würzige Gerichte zaubern? Auch Obstwünsche für deinen Balkon kannst du dir erfüllen!

Schaffe Platz für deine Pflanzen

Sobald du eine Idee hast, in welche Richtung sich dein Balkon entwickeln soll, geht es ans Platz schaffen, damit du wirklich genug unterbringst. 

Folgende „Flächen“ stehen dir am Balkon zur Verfügung:

➔ Der Boden: die klassische Fläche für das Aufstellen von Töpfen und Trögen, Pflanzsäcken, Hochbeet(en), einem Arbeitstisch oder einer kleinen Truhe zur Aufbewahrung von kleinem Handwerkzeug.  

➔ Das Balkongeländer: der am meisten benutzte Platz, vor allem für Blumenkästen. Am Balkongeländer kannst du aber auch Pflanztaschen oder Vertikalsysteme anbringen.

➔ Die Wände: diese sind ein vielfach unterschätzter Platz, denn sie vergrößern deine Anbaufläche um ein Vielfaches. Je nach Art deines Balkons gibt es 1-3 Wände (Hauswand und Seitenwände) an denen du Regalbretter, Vertikalbeete, Klettergerüste, Stufenbeete oder ganze Pflanzwände aufziehen kannst.

➔ Die Decke: mit Hilfe von Ösen und Haken bringst du einfache oder mehrstufige Pflanzampeln an, in denen Hängepflanzen wie Erdbeeren, Rosmarin oder Petunien wachsen.

Achte auf das Gewicht am Balkon

Mit so vielen Töpfen und Pflanzgefäßen kommt natürlich auch jede Menge Erde und damit Gewicht auf deinen Balkon.  Als Grenzwert geben die meisten Hausverwaltungen ein maximal zulässiges Gewicht von 200-300 kg je Quadratmeter an. Darüber besteht die Gefahr von Schäden am Balkon, wie z.B. Rissen am Boden. Halte diese Grenze also ein oder erkundige dich bei deinem Vermieter über die gestattete Belastung.

Schlagend wird dieser Grenzwert vor allem bei Hochbeeten. Ein normal großes Hochbeet mit einer Höhe von 80-90 cm und einer Befüllung mit Erde wird einfach zu schwer (Du musst mit einem Gewicht bis zu 1000 Kg rechnen). Fülle dein Hochbeet daher entweder teilweise mit leichtem Material (Miscanthus Mulch oder Perlit) oder entscheide dich für ein niedrigeres Terrassenbeet (Höhe 30-40 cm).

Ideale Pflanzen für den Balkon

Nachdem alle Töpfe, Blumenkästen, vertikale Beete, Hochbeete usw. aufgestellt und befüllt sind, geht es an die Auswahl der Pflanzen.

Damit dir deine Pflanzen nicht sprichwörtlich über den Kopf wachsen, du in (Pflege-)Arbeit untergehst oder enttäuscht von mickrigen Ernteerträgen bist, findest du hier ein paar Tipps für ideale Balkonpflanzen.

Gemüse besser öfter ernten

Besonders bei wenig Platz lohnt es sich, länger tragendes Gemüse anzubauen – also Gemüse, das du über einen längeren Zeitraum ernten kannst. So braucht ein Kohlkopf z.B. genauso viel Platz wie eine Paprikapflanze -allerdings erntest du den Kohlkopf nur einmal, knackige Paprika pflückst du über mehrere Wochen bis Monate. 

Baue folgendes Dauer-Ernte-Gemüse anstelle von „Kurzzeit- oder Einmal-Gemüse“ an:

➔ Pflücksalat statt Kopfsalat

➔ Mangold statt Spinat

➔ Grünkohl statt Kopfkohl

➔ Brokkoli statt Blumenkohl

➔ Stangensellerie statt Knollensellerie

➔ Fisolen statt Erbsen

➔ Zucchini statt Kürbis

Weitere lange tragende Gemüsearten sind: Tomaten, Paprika, Gurken, Melanzani, Andenbeeren und viele Wintergemüsearten wie Asia-Gemüse oder Winterportulak.  

Beachte die Wurzeltiefe

Manche Gemüsearten strecken ihre Wurzeln ganz schön in die Tiefe. Eine Karotte im 15 cm Balkonkistchen wird kurz und krumm. Bei einer Pflanztiefe von 30-40 cm (z.B. in einemgrößeren Trog oder einem Terrassenbeet), finden auch folgende Gemüsearten ausreichend Platz für ihre Wurzeln: Karotte, Pastinake, Wurzelpetersilie, Schwarzwurzel, Tomate, Gurke, Stangebohnen, Mangold, rote Rübe, und Kohlgewächse wie Brokkoli, Rosenkohl, Weiß- und Rotkraut. 

In weniger tiefen Gefäßen wie Balkonkästen oder vertikale Wandbeete gedeihen Salate, Radieschen, Kohlrabi, Rucola, Melde, Aisa Gemüse und Kräuter.

Leuchtende Blüten für Mensch, Tier und die Küche

Zwischen all dem Grün brauchst du etwas fürs Auge? Kombiniere doch das Schöne mit dem Nützlichen. Blühende Pflanzen sind gerade in der Stadt eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche nützliche Insekten wie Wildbienen, Hummeln, Florfliegen und Schwebfliegen.  Ganz nebenbei kannst du aus so mancher Blüte Zubereitungen wie Tees oder Salben machen oder sie als Deko für den Salat verwenden. 

Insektenmagneten sind z.B. Cosmea, Zinnien, Jungfer im Grünen, Mädchenauge, Astern, Tagetes, Malven oder Sonnenblumen.

Zusätzlich essbar sind die Blüten von Ringelblume, Kornblume, Borretsch und Kapuzinerkresse.

Ein wahres Blütenmeer versprechen dir auch klassische Küchenkräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano und die zahlreichen Arten von Basilikum, z.B. Zimtbasilikum, Thaibasilikum oder Zitronenbasilikum. 

Obst am Balkon

Klar, eine große Streuobstwiese bringst du nicht unter, aber es gibt viel Möglichkeiten, um auch am Balkon saftige Früchte zu ernten.

Erdbeeren und Melonen: diese bringst du in normalen Töpfen und Trögen unter, Erdbeeren sogar in Balkonkästen. Hängeerdbeeren passen zudem gut in Pflanzampel, die du einfach von der Decke hängen lässt oder am Balkongeländer montierst. Melonen wiederum klettern mit ihren Ranken nach oben. Stelle ihnen daher ein Spaliergerüst oder Ranknetz zur Verfügung, das du an der Wand montierst. Die Wassermelone Sugar Baby liefert zahlreiche, kleine, saftige Melonen. Oder wie wäre es mit einer Zuckermelone, z.B. die Sorte Petis gris de Rennes.

Erdbeeren und Melonen: diese bringst du in normalen Töpfen und Trögen unter, Erdbeeren sogar in Balkonkästen. Hängeerdbeeren passen zudem gut in Pflanzampel, die du einfach von der Decke hängen lässt oder am Balkongeländer montierst. Melonen wiederum klettern mit ihren Ranken nach oben. Stelle ihnen daher ein Spaliergerüst oder Ranknetz zur Verfügung, das du an der Wand montierst. Die Wassermelone Sugar Baby liefert zahlreiche, kleine, saftige Melonen. Oder wie wäre es mit einer Zuckermelone, z.B. die Sorte Petis gris de Rennes.

Beerenobst: Himbeeren, Ribiseln, Stachelbeeren und Jostabeeren wachsen in einem größeren Topf oder Trog, der in jeder Balkonecke Platz findet. Wenn Du mehrere Pflanzen unterbringst, entscheide dich für Sorten mit unterschiedlichen Erntezeiten, also z.B. Frühlings- und Herbsthimbeeren.

Brombeeren, Kiwis oder Weintrauben brauchen ein Klettergerüst, stehen also idealerweise neben einer Wand, an der die Triebe emporranken. 

Säulenobst: durch Züchtung entstanden Obstbäume, die das Fruchtholz direkt am Stammtragen. Diese Bäume sind schlank, wachsen langsam und brauchen kaum Platz. Mittlerweile gibt es Säulenobstbäume für nahezu jede Obstart. Allen voran Äpfel und Birnen, aber auch Zwetschken, Marillen, Pfirsiche und Kirschen.

Spalierobst: ein Spalierbaum wächst entlang eines Gerüsts, an dem du die Seitenäste des Baumes aufbindest. Für den Balkon ist ein Spalierbaum mit einer schwachwüchsigen Unterlage geeignet, ein sogenannter Spindelbusch. Wichtig für das Gelingen, ist auch der Schnitt, entferne nach hinten oder vorne wachsende Zweige regelmäßig. 

Balkonpflanzen pflegen

Die gute Nachricht: Unkraut jäten oder ein Schneckeninvasion entfällt am Balkon (außer, Du hast die Schnecken mit Erde oder Jungpflanzen eingeschleppt).

Im Vergleich zum Garten brauchen Balkonpflanzen mehr Dünger, denn die Wurzeln haben nur einen begrenzten Raum und können sich die Nährstoffe nicht aus tieferen Bodenschichten holen. Dünge daher alle 1-2 Wochen mit einem guten Bio-Dünger.

Viele Balkone haben einen Mauervorsprung oder die Balkondecke, Regen gelangt also kaum zu deinen Pflanzen. Zudem ist es am Balkon meist heißer und trockener – deine Pflanzen haben also viel Durst. Gieße regelmäßig, denn nur mit ausreichend Wasser können Gemüse und Co gut und schmackhaft wachsen.

Fotocredits:
©adobestock

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