Warum Kohlgemüse heute wieder trendet
Kohlgemüse im Garten und am Balkon anbauen
Es spricht also vieles dafür, Kohlgemüse selbst im Garten oder am Balkon anzubauen. So geht’s:
Beet oder Topf vorbereiten
Standort
Vorziehen oder Aussaat
Aussaat von April bis Ende Juni: Weiß- und Rotkraut, Grünkohl, Kohlsprossen, Brokkoli, Karfiol, Wirsingkohl
Aussaat von März bis August: Kohlrabi, Stängelkohl
Aussaat Juli-August: Chinakohl
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Inhalt: 0,5 g
BIO Kohlrabi Azur Star
€ 4,00 - Inhalt: 0,2 g
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Inhalt: reicht für ca. 40 Pflanzen
BIO Chinakohl Granaat
€ 2,99 - Inhalt: 0,1 g
Kohlgemüse säen und pflanzen
Säe die kleinen, schwarzen Samen etwa einen Zentimeter tief aus und bedecke sie mit Erde. Halte ausreichend Abstand zwischen den Samen, später musst die sie noch vereinzeln.
Jungpflanzen setzt du gleich im richtigen Pflanzabstand ein. Kohlgemüse braucht ausreichend Platz, da aus dem kleinen Pflänzchen rasch eine große Pflanze wächst. Die folgende Tabelle zeigt dir den Pflanzabstand je Gemüseart:
Kohlgemüse-Art | Pflanzabstand in cm |
Brokkoli | 50 x 50 |
Blumenkohl (Karfiol) | 40 x 40 |
Chinakohl | 35 x 35 |
Grünkohl | 40 x 40 |
Kohlrabi | 30 x 30 |
Kohlsprossen | 50 x 50 |
Rotkraut | 40 x 40 |
Stängelkohl | 40 x 40 |
Weißkraut | 40 x 40 |
Wirsingkohl | 50 x 50 |
Versorge Jungpflanzen direkt beim Anbauen mit etwas Bio-Stardünger, den du einfach ins Pflanzloch gibst.
Laufende Pflege
Vereinzeln: vereinzle direkt gesäte Pflanzen nach 3-4 Wochen auf die oben angegeben Abstände.
Pflanzenschutz: Kohlgemüse steht auf dem Speiseplan zahlreicher Schädlinge, etwa von Kohlweißling, Erdfloh, Rapsglanzkäfer oder weißer Fliege. Einen Strich durch die Rechnung machst du allen Schädlingen, indem du sie vorbeugend mit einem Insektennetz aussperrst. Mehr über Kohlschädlinge und wie du sie in Griff bekommst, liest du im Beitrag Kohl und Co: diese Tierchen haben ihn zum Fressen gern.
Bewässerung: Kohlgemüse braucht viel und regelmäßig Wasser, um Köpfe oder Rosen auszubilden. Bewässere ihn daher regelmäßig, im heißen Sommer am besten täglich.
Düngen: Kohlgemüse braucht als Starkzehrer viele Nährstoffe, besonders die kopfbildenden Arten. Versorge die Pflanzen in der Hauptvegetationszeit, also zwischen Juni und August alle 2-3 Wochen mit etwas Kompost oder Bio-Dünger.
Kohlarten als Wintergemüse
Die meisten Kohlgemüse sind ausnehmend frostfest. Sie brauchen zwar den Sommer, um zu wachsen, bleiben dann aber im Herbst und Winter im Gemüsebeet, Hochbeet oder Topf stehen. Du erntest das Kohlgemüse erst, wenn du es verwendest. Besonders frostfeste Arten sind Grünkohl, Wirsingkohl, Rosenkohl, Brokkoli und Stängelkohl. Sie halten sogar -20° C aus. Etwas empfindlicher sind Kohlrabi, Weiß- und Rotkraut, Blumenkohl und Chinakohl. Decke sie im Herbst mit einem Vlies ab und ernte sie, wenn das Thermometer unter -5° C sinkt.
Die beliebtesten Kohlgemüse-Arten
Rotkraut (Rotkohl)
Das altbackene Rotkraut hat sich durch die Hintertüre zum beliebtesten Kohlgemüse gemausert. Statt brav gedünstet – eventuell noch mit Apfel oder Orangen verfeinert – und als Beilage zu Fleisch serviert, glänzt Rotkraut heute auch solo. Zurecht, denn in Rotkraut stecken Anthocyane, ein violett-blauer Farbstoff. Anthocyane schützen die Zellen vor freien Radikalen und sind entzündungshemmend. Zusätzlich liefert Rotkohl reichlich Vitamin C und wertvolle Ballaststoffe für eine gesunder Verdauung. Verwende Rotkohl als Salat, Coleslaw, im Rohr als Steak gedünstet oder als Zutat zu Bowls.
- Inhalt: 0,2 g
Grünkohl
Anders als der bekannte, kopfförmige Wirsingkohl strebt Grünkohl wie ein kleines Bäumchen in die Höhe. Von einem Hauptstängel entspringen einzelne Zweige, an denen gekrauste Blätter wachsen. Ernte diese nach Bedarf von unten nach oben, dann bildet der Grünkohl stets neue Blätter.
Grünkohl ist DAS Wintergemüse, du erntest ihn zwischen Oktober und Februar. Auch Temperaturen bis zu -20° C können der Pflanze nichts anhaben. Grünkohl stärkt in der kalten Jahreszeit mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin K und sekundäre Pflanzenstoffe dein Immunsystem und beugt Entzündungen vor. Verwende Grünkohl roh, z.B. für Smoothies, kurz im Rohr gebraten oder gekocht. Grünkohl ist eines der weniger Gemüse, bei denen sich durchs Kochen der Vitamin C Gehalt erhöht. Eins oben drauf setzt roter Grünkohl, denn er enthält zusätzlich Anthocyane.
- Inhalt: 0,2 g
Brokkoli
Von Brokkoli verwendest du die geschlossenen Blütenknospen, die am Ende des Sprosses bzw. seiner Verzweigungen wachsen. Zuerst entsteht im Laufe des Sommers eine große Rose, die du am besten mit einem scharfen Messer abschneidest. Danach wachsen in den Seitenachseln des Stängels zahlreiche neue, kleine Knospen – ideal für die Herbst- und Winterernte.
Bei der Ernte von Brokkoli ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: die Blütenknospen müssen noch prall und grün sein. Spätestens, wenn sie angefangen, sich gelblich zu verfärben, solltest du sie ernten. Denn bald springen die Knospen auf und es erscheinen viele kleine gelbe Blüten.
Abgesehen von seinem guten Geschmack, lohnt sich der Verzehr von Brokkoli allemal. Er enthält Sulforaphan und Indol-3-Carbional, beides Substanzen, denen eine vorbeugende Wirkung gegen bestimmte Krebsarten nachgesagt und in verschiedenen Studien belegt wurde.
- Inhalt: 0,2 g
Kohlsprossen (Rosenkohl)
Bei Kohlsprossen wachsen entlang des Hauptstamms verdickte Seitenknopsen, die auch als Achselknospen oder Rosen bezeichnet werden. Darum auch der Name Rosenkohl. Die kleinen Röschen sehen aus wie ein Mini-Kohl und sind ausnehmend zart im Geschmack. Kohlsprossen überstehen als zweijährige Pflanze jeden noch so kalten Winter problemlos. Versäumst du die Ernte der Röschen, strecken sie sich, bilden Stängel und schließlich Blüten. Allerdings hast du ausreichend Zeit, denn bis Februar bleiben die Kohlsprossen in Winterruhe. Nach Frost sind Kohlsprossen übrigens aromatischer, da sie Zucker, Proteine und andere Pflanzenstoffe als Forstschutzmittel in die Röschen einlagern.
Bei der Ernte von Brokkoli ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: die Blütenknospen müssen noch prall und grün sein. Spätestens, wenn sie angefangen, sich gelblich zu verfärben, solltest du sie ernten. Denn bald springen die Knospen auf und es erscheinen viele kleine gelbe Blüten.
Abgesehen von seinem guten Geschmack, lohnt sich der Verzehr von Brokkoli allemal. Er enthält Sulforaphan und Indol-3-Carbional, beides Substanzen, denen eine vorbeugende Wirkung gegen bestimmte Krebsarten nachgesagt und in verschiedenen Studien belegt wurde.
- Inhalt: 0,2 g
Weißkraut
Das klassische Weißkraut haben wenige als frisches Gemüse am Schirm. Dabei bietet Kraut bzw. Weißkohl viel Möglichkeiten zur schmackhaften Zubereitung. Von klassischen Gerichten wie Krautsuppe, Krautstrudel und Krautauflauf bis zur modernen Küche mit veganem Krautsteak, Cabbage Rolls oder Krautlasagne ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Kraut vereint wie alle Kohlgemüse viele gesunde Inhaltsstoffe. Besonders wertvoll ist rohes Sauerkraut denn seine Milchsäurebakterien haben eine probiotische Wirkung. Mit wenigen Handgriffen kannst du Sauerkraut sogar selbst herstellen und so viel für deine Darmgesundheit machen. Wichtig: Sauerkraut darf nicht pasteurisiert sein, denn dann gehen die wertvollen Bakterien verloren.
Bei der Ernte von Brokkoli ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: die Blütenknospen müssen noch prall und grün sein. Spätestens, wenn sie angefangen, sich gelblich zu verfärben, solltest du sie ernten. Denn bald springen die Knospen auf und es erscheinen viele kleine gelbe Blüten.
Abgesehen von seinem guten Geschmack, lohnt sich der Verzehr von Brokkoli allemal. Er enthält Sulforaphan und Indol-3-Carbional, beides Substanzen, denen eine vorbeugende Wirkung gegen bestimmte Krebsarten nachgesagt und in verschiedenen Studien belegt wurde.
- Inhalt: 0,2 g
Chinakohl
Die asiatische Basis für fermentiertes Weißkraut ist der Chinakohl. Dort spricht man nicht von Sauerkraut, sondern von Kimchi. Das Prinzip ist dasselbe, es geht um die Vergärung mit Milchsäurebakterien und die Anreicherung von Probiotika. In Asien ist die Verwendung von Chinakohl sehr vielfältig, z.B. gebraten im Wok, gedünstet in der Suppe oder roh als Salat.
Im Garten wächst Chinakohl, wie auch Wirsingkohl, Weiß- und Rotkraut zuerst als lockere Rosette. Der geschlossene, feste Kopf bildet sich erst nach einigen Wochen.
Bei der Ernte von Brokkoli ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt: die Blütenknospen müssen noch prall und grün sein. Spätestens, wenn sie angefangen, sich gelblich zu verfärben, solltest du sie ernten. Denn bald springen die Knospen auf und es erscheinen viele kleine gelbe Blüten.
Abgesehen von seinem guten Geschmack, lohnt sich der Verzehr von Brokkoli allemal. Er enthält Sulforaphan und Indol-3-Carbional, beides Substanzen, denen eine vorbeugende Wirkung gegen bestimmte Krebsarten nachgesagt und in verschiedenen Studien belegt wurde.
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Inhalt: reicht für ca. 40 Pflanzen
BIO Chinakohl Granaat
€ 2,99
Fazit
Kohlgemüse erlebt völlig zurecht ein echtes Comeback: Die vielfältigen Kohlarten überzeugen nicht nur mit wertvollen Inhaltsstoffen und modernen Rezeptideen, sondern auch mit hohen Erträgen im Garten. Wer Kohl anbaut, holt sich robuste, vielseitige und trendige Gemüsepflanzen ins Beet, die Gesundheit, Nachhaltigkeit und Genuss perfekt miteinander verbinden.
Doris Kampas

